Geschichte

Wir vertreten einen frauen- und familienorientierten Standpunkt,
beraten und informieren unabhängig von kommerziellen Interessen
Die Wurzeln der Beratungsstelle liegen in der Frauen- und Selbsthilfebewegung: Das Zentrum wurde Ende der siebziger Jahre in ehrenamtlicher Arbeit von engagierten Müttern, Pionierinnen der partnerschaftlichen Geburtsvorbereitung, im Frauenzentrum in der Gabelsbergerstraße aufgebaut. 1979 konnten sie dank des Engagements von Dr. Wolf Büntig und Gisela Bielitzer im ZIST (Zentrum für Individual- und Sozialtherapie) eigene Räume beziehen. Damit war es nun auch den werdenden Vätern möglich, zu den Veranstaltungen zu kommen.

Im Rückblick schreibt Dr. Wolf Büntig: "Zu meinen liebsten Erinnerungen an engagiertes Leben gehört die, wie Gilla (seine Lebensgefährtin) und ich durch die Münchner Kinos ziehen, den Film von Leboyer zeigen, abwechselnd mit Mona (ihrem Kind) auf dem Arm über eigene Erfahrungen berichten und so für die natürliche Geburt werben. Die gemeinsam gegründete Beratungsstelle wurde ein Teil von ZIST. 1986, nach 7 Jahren, war die Beratungsstelle so sehr gewachsen, dass sie größere Räume suchte und fand und nun auch finanziell selber Verantwortung übernahm und einen eigenen Verein gründete."

Zwei Tochter-Vereine sind 1986 aus der Beratungsstelle hervorgegangen und befinden sich in enger Kooperation im gleichen Haus: die Hebammenpraxis  - erste deutsche Gemeinschaftspraxis freier Hebammen - und das Netzwerk Geburt und Familie e.V.,ein multikulturelles Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt für Mütter, das einen Mütter-Hauspflegedienst, ambulante Erziehungshilfe, eine Kindergruppe und ein großes, familienfreundliches Speise-Café im Hinterhaus betreibt.

Heute ist die Beratungsstelle ein wesentlicher Teil der psychosozialen Versorgungsstruktur rund um die Geburt in München. Mit ihrem frauen- und familienorientierten Ansatz spielt sie ausserdem eine impulsgebende Rolle innerhalb der Fachwelt.